10 Juni 2011

Zu viele Hüft- und Knieoperationen

Aufgrund der stark steigenden Kosten im Gesundheitswesen wird nach Wegen zur Kostenreduktion gesucht. Jetzt sind die Kosten für künstliche Hüft- und Kniegelenke in den Fokus der Einsparbemühungen geraten.

Im Jahre 2009 wurden im Vergleich zu 2003 um 18 Prozent häufiger Hüftoperationen durchgeführt, bei den Operationen am Knie lag die Steigerungsrate sogar bei 52 Prozent. Die erhöhte Operationshäufigkeit hat sich direkt auf die Kosten ausgewirkt. So wurden seit 2003 nur für die Operationen an den Knie- und Hüftgelenken 3,5 Milliarden Euro ausgegeben.

Diese Kosten wirken sich auch auf die Kostenträger, also die Krankenkassen aus, die die hohe Belastung durch Operationen an Knie und Hüfte beklagen.

Im Jahr 2009 haben nach Angabe der Barmer GEK allein diese Behandlungen zwei Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen verursacht. Die Barmer GEK stellt sich jetzt die Frage, ob es eine Überversorgung mir künstlichen Knie- und Hüftgelenken gebe. Denn es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass ein neues Gelenk zu schnell von den Ärzten empfohlen werde.

Kommentare:

rheumatoide Arthritis hat gesagt…

Die Krankenkassen sollten sich mal mehr auf die alternative Heilkunde konzentrieren und Ursachen bekämpfen, anstatt Symptome durch schädliche Medikamente zu unterdrücken.

Chris Braun hat gesagt…

Ich habe im Bekanntenkreis schon von so vielen gehört, dass sie hätten operiert werden sollen (sei es am Knie oder an der Hüfte). Letztendlich haben sie dann zunächst aktiv mit alternativen Methoden (z.B. Stärkung der Sehnen und Muskel durch Stromtherapie)etwas unabhängig von der Empfehlung des Krankenhauses unternommen und waren nach wenigen Wochen bereits beschwerdefrei. Das trifft mit Sicherheit nicht auf alle zu, aber es wird definitiv zu häufig operiert!

Doris Meinhart hat gesagt…

Einige Krankenkassen sind mittlerweile dazu bereit auch Kosten für die Osteopathie zu übernehmen aber leider nur in seltenen Fällen, wenn man sich hierauf wirklich Konzentrieren würde, könnte man die Zahl der Operationen stark reduzieren, aber ein Anfang ist schon getan und ich blicke durchwegs positiv in die Zukunft :)