30 Dezember 2013

Zwei Gesichter: Tabletten können heilen und krankmachen

14.000 Tabletten werden einem Menschen im Laufe seines Lebens durchschnittlich verschrieben. Dazu kommen die frei verkäuflichen Medikamente. Diese Zahlen nennt der Film "Pill Poppers", auf deutsch "Pillenschlucker". Die meisten Patienten nehmen ihre Tabletten in der Annahme, dass deren Wirkungen und Nebenwirkungen ausreichend bekannt sind. Doch dies ist laut der vom BBC produzierten Dokumentation "Pill Poppers" ein fataler Irrtum: Umfassende Informationen über ein Medikament erhalten die Pharmakonzerne erst, nachdem es auf dem Markt ist.

Als Teil eines riesigen Forschungsexperiments sehen die Filmemacher von "Pill Poppers" die Menschen, die Tabletten einnehmen. Denn: Erst wenn es ein Medikament auf den Markt geschafft hat, werden die meisten Nebenwirkungen bekannt - teilweise tödliche. Weiter erklärt ein Wissenschaftler im Film, dass Medikamente entgegen landläufiger Meinung nicht gezielt entwickelt, sondern vielmehr durch Zufall entdeckt werden. Als Beispiel führt er das inzwischen weltweit verkaufte Potenzmittel Viagra heran. Dessen Wirkstoff Sildenafil war ursprünglich als Medikament gegen Bluthochdruck und Angina pectoris gedacht. Als männliche Patienten von unerwarteten Erektionen berichteten, horchte der Pharmakonzern auf und forschte mit Hochdruck an dieser Wirkung des Medikaments. Viagra ist also ein Zufallsprodukt. Doch kann oder soll man Stoffen, deren Wirkungen durch Zufall entdeckt werden, trauen?

Im Laufe der 59-minütigen Dokumentation wird diese Frage mehrmals aufgeworfen. Die Regisseure nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise durch die Welt der Tabletten. Die ersten Szenen zeigen ein amerikanisches Laboratorium, in dem Wissenschaftler Tausende an Stoffen auf ihre Wirkung untersuchen. Auch dies nach dem Zufallsprinzip.

Weiter lernen die Zuschauer eine Palette an bekannten Medikamenten samt deren Wirkungen und Nebenwirkungen kennen. Dazu gehört beispielsweise Ritalin, das gegen Hyperaktivität verschrieben wird. Bereits hier zeigen sich die zwei Gesichter der Tablettenanwendung: Ein Junge profitiert von Ritalin, er kann sich besser konzentrieren und hat gelernt, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Ein junger Student wiederum nutzt das Medikament, um seine Aufmerksamkeit während stressiger Lern- und Klausurzeiten zu steigern. Der erste Schritt zum Tablettenmissbrauch.

Ebenfalls über Missbrauch und Abhängigkeit informiert der Film anhand des Falles einer von Codein abhängigen Patientin. Sie kann sich ein Leben ohne Tabletten nicht mehr vorstellen, obwohl die Medikamente, die sie einst gegen chronische Schmerzen eingenommen hat, nun selbst Schmerzen hervorrufen. Ein Teufelskreis.

Immer wieder lenkt der Regisseur die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer auf einen Punkt, den unsere Gesellschaft gerne ausblendet: Kein Medikament ist frei von Nebenwirkungen. "Jede Medizin greift grundlegend in die biologischen Prozesse des Körpers ein. Dies kann nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen funktionieren", erklärt ein Mediziner im Film.

Wie verhält sich die Pharmaindustrie? Hierzu hat „Pill Poppers“ eine klare Meinung: Pharmafirmen betreiben Panik-Mache und haben eine ganze Marketing-Maschinerie entwickelt, um Krankheiten sogar zu erfinden, da der Medikamenten-Markt inzwischen gesättigt ist. Beispielsweise erhalten alleine in England sechs Millionen Erwachsene so genannte "Statine", die den Cholesteringehalt des Blutes künstlich senken. Diese Menschen sind laut "Pill Poppers" gesund, sie beugen durch die Statin-Einnahme lediglich einer möglichen Erkrankung vor. Denn erhöhte Cholesterinwerte können in Zusammenhang mit anderen Faktoren zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen.

Doch nicht nur Medikamentenmissbrauch und Nebenwirkungen führt der Film als negative Seite der "Pillen-Einnahme" an. Ein Mediziner schildert, dass immer mehr Keime durch den häufigen Gebrauch von Antibiotika gegen immer mehr Mittel resistent sind und dass diese Entwicklung weiter geht. Damit verlieren die Antibiotika ihre Schlagkraft - eine sehr gefährliche Entwicklung.

Der Film "Pill Poppers" ist eine gut recherchierte Dokumentation, die die unterschiedlichen Seiten des Umgangs mit Medikamenten beleuchtet. Durch seine unterschiedlichen Szenen-Einstellungen und Wechsel der Perspektive ist der Film abwechslungsreich und kurzweilig. Die Filmemacher rücken die kritischen Seiten der Tabletten-Einnahme in den Vordergrund, weniger häufig berichten sie von positiven Seiten. Der Film ist im Internet unter anderem bei Youtube unter dem Stichwort „Pill Poppers“ zu sehen.

24 November 2013

Immer mehr Saatgut gentechnisch verunreinigt

Mais wird durch Pollenflug immer mehr mit genmanipulierten Sorten verkreuzt.

Die Saatgut-Verunreinigung lag
in 2008 bei 2,1 %;
in 2009 schon bei 5,7 %;
in 2010 bei 6,2 %.
in 2011 fanden sich in 7 % von 417 genommenen Proben Unreinheiten.

Die Daten wurden in 11 Bundesländern erhoben. In Hessen, Thüringen und dem Saarland wurden keine gentechnischen Einflüsse nachgewiesen.
In Bayern fanden die Kontrollbehörden 7,9 %,
in Niedersachsen 10 % und
in Schleswig-Holstein gar 55,6 % Verunreinigungen im Saatgut.

Als Saatgut darf jedoch nur absolut reiner Mais gehandelt werden.
Die Minister von Hessen und Bayern forderten eine Lockerung dieser Bestimmungen.
Greenpeace und Bioland weisen jedoch darauf hin, dass unserer aller Nahrung auf gar keinen Fall schon in der Saat gentechnisch manipuliert sein dürfe. Sie fordern, die Nulltoleranz auf jeden Fall zu erhalten.

Die Verhandlungspartner einer möglichen nächsten Bundesregierung 2013 diskutieren ein Verbot von Gen-Pflanzen auf deutschen Feldern: Doch bislang blockieren Angela Merkel und die CDU. Ausgerechnet jetzt, wo die Zulassung des DuPont-Genmaises 1507 durch die EU droht.

Campact hat hierzu eine Unterschriften-Aktion laufen um bei den Verhandlungspartner in Berlin mehr Druck zu machen, ein Gentechnik-Verbot für Pflanzen in Deutschland durchzusetzen:
www.campact.de/gentechnik/appell/teilnehmen

25 Oktober 2013

Krankengymnastik ist erste Option bei Kniearthrose mit Meniskusriss

Bei einer Kniearthrose mit Meniskusriss sollte als erste Option die Krankengymnastik (d.h. die Physiotherapie) gewählt und von einer Operation abgesehen werden. Zu diesem Ergebnis kommen randomisierten kontrollierten Untersuchungen einer Studie aus dem angelsächsischen Raum, die mit 351 Patienten durchgeführt worden ist.

Demnach haben die invasiven Maßnahmen keinen erkennbaren Vorteil gegenüber Scheinoperationen (die allerdings nicht genauer in den Blick genommen wurden), sowie gegenüber der konservativen Therapie mit der Krankengymnastik.

Keine signifikanten Vorteile der Operation
Nach sechs Monaten kommen Patienten, die eine Operation hatten, bei den anhand des WOMAC*-Scores gemessenen alltäglichen Kompetenzen (Treppensteigen, Laufen, etc.) auf 21 Punkte. Bei einer Krankengymnastik kamen die Studienteilnehmer auf 19 Punkte.

Diesbezüglich lässt sich also kein signifikanter Vorteil zu Gunsten der Operation erkennen. Ein ähnliches Ergebnis gab es auch bezüglich der Schmerzen nach einem halben Jahr. Auch hier waren die Operation und die Physiotherapie auf Augenhöhe. Die Aussagekraft der Ergebnisse der Studie wird allerdings dadurch eingeschränkt, dass nur ein Viertel der in Frage kommenden Patienten überhaupt teilgenommen haben.

Ein bemerkenswertes Ergebnis
Dennoch ist das Ergebnis der Studie bemerkenswert und ein eindeutiges Plädoyer für die Krankengymnastik. Denn gewöhnlich gibt es bei invasiven Maßnahmen wie einer Operation deutlich erkennbare Placebo-Effekte. Und das sowieso zu viel operiert wird, hat ich schon einmal berichtet, siehe: Zu viele Hüftoperationen und Knieoperationen.

Es gibt verschiedene Theorien, dass es Patienten besser geht, wenn sie operiert worden sind.

 Auch wenn die Aussagekraft der Studie aufgrund des erläuterten Grunds eingeschränkt ist, sollte man dieses bemerkenswerte Ergebnis unbedingt registrieren.

Überhaupt ist die gesamte konventionelle Schmerztherapie zu überdenken, nicht nur bei Knieschmerzen.

18 September 2013

Ernährung und Depressionen

Vielen Menschen dürfte gar nicht bewusst sein, wie eng Ernährung und das psychische Wohlbefinden miteinander verknüpft sind. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist es tatsächlich so, dass

- Menschen, die viel Fast Food essen, eher an Depressionen erkranken
- Menschen, die normalgewichtig sind und sich gesund ernähren, ein geringeres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken.

Bei der Studie, bei der rund 2.000 britische Männer untersucht wurden, sollte geklärt werden, welchen Einfluss die Ernährung auf das Risiko, an einer Depression zu erkranken, hat. Im Vorfeld wurde angenommen, dass eine gesunde Ernährung nicht nur dafür sorgen kann, dass man die Depression besiegt, sondern dass sie einen zugleich auch noch vorsorglich davor schützen kann, an einer Depression zu erkranken.

Die Studie konnte diese Annahmen bestätigen und zeigte, dass Männer, die sich gesund, also vor allem von Fisch, Früchten und Käse mit einem geringen Fettanteil ernährten, weniger Anzeichen einer Depression zeigten. Die Männer dagegen, die viel Fast Food wie Würste, Burger und Softdrinks zu sich nahmen, erkrankten viel eher an Depressionen.

Studien dieser Art sind deshalb so bedeutsam, da es nicht nur wichtig ist, Depressionen zu behandeln, wenn sie bereits entstanden sind, sondern auch, Depressionen vorzubeugen. Da immer mehr Menschen an Depressionen erkranken, fragen sich viele Menschen, was sie tun können, um nicht ebenfalls an einer Depression zu erkranken. Wie diese Studie gezeigt hat, kann man mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung selber viel dazu beitragen, das Risiko, an einer Depression zu erkranken, zu senken.

05 August 2013

6 Tabletten die Ihnen die Pharmaindustrie gerne den Rest des Lebens verordnen würde

Die Fortschritte der Pharmaindustrie sind für Patienten auf den ersten Blick ein Segen.

Auf den zweiten Blick aber fällt auf, dass Pharmaunternehmen vor allem das Interesse zu verfolgen scheinen, ihre Medikamente über einen möglichst langen Zeitraum an den Patienten zu bringen.

Dabei geht es weniger darum, den Patienten zu heilen, als vielmehr die Symptome des Patienten lebenslang zu behandeln - ohne sie zu heilen, denn so lässt sich signifikant mehr Geld verdienen.

An der Spitze stehen Mittel zur Behandlung von ADS bzw. ADHS, also Medikamente, bei denen das sogenannte Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom diagnostiziert wurde. Auffällig ist, dass in den vergangenen Jahren zunehmend die Diagnose ADS/ADHS gestellt wurde, vermutlich auch bei Kindern und Jugendlichen, die tendenziell unruhig sind, bei denen diese Erkrankung aber nicht vorliegt.

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Pharmaunternehmen den behandelnden Ärzten Prämien zukommen lassen, wenn sie ein bestimmtes Medikament einem anderen vorziehen. Dies gilt auch für Antidepressiva und Stimmungsaufheller. Einige psychische Erkrankungen ließen sich völlig medikamentenfrei behandeln.

Auch Asthma-Medikamente werden oft lebenslang angewendet, können dadurch aber eine Erkrankung sogar verschlechtern. "Magenschutzmittel" (Protonpumpenhemmer) werden häufig über Jahre verschrieben, ohne nach der Ursache zu forschen, ebenso wie Mittel bei erhöhten Cholesterinwerten, wobei die Cholesterinproblematik seit Jahren in der Kritik steht, eine Erfindung der Pharmaunternehmen zu sein.

Letztlich ist die Hormonersatztherapie bei Frauen in den Wechseljahren zu nennen, die Frauen dazu veranlasst, bis an ihr Lebensende Tabletten zu schlucken, die sie unter Umständen gar nicht benötigen.

26 April 2013

Impfen oder Überimpfen? Das sollten Eltern unbedingt wissen

Wir alle wissen, dass die wichtigsten Untersuchungen und auch Impfungen bestmöglich passiert sein sollten, bevor der Spross das sechste Lebensjahr hinter sich lässt. Allerdings bietet die moderne Schulmedizin heute weitaus mehr an, als nur sinnvolle und hilfreiche Immunisierungen gegen schwere Krankheiten wie Tetanus und Kinderlähmung. Viele Eltern neigen aber dazu, zu sehr auf Nummer sicher zu gehen und ihre Kinder mit zu vielen Impfungen versorgen zu lassen. Andere wiederum untertreiben es. Doch wie genau sieht die perfekte medizinische Vor- und Nachsorge im jüngsten Kindesalter aus?

Grundlegend sind viele Eltern heute scheinbar der Meinung, dass besonders in Sachen Krankheitsprävention, Immunisierung und Impfungen etwas mehr besser ist als zu wenig. Diese Meinung teilen aber sowohl Eltern als auch diverse Experten nicht immer.

Grundimmunisierung gegen das körpereigene Immunsystem

Nicht jedes Kind ist gleich. Kinder unterscheiden sich enorm in ihrer Entwicklung, in ihrer Größe und auch in ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Hinzu kommt aber immer auch der gesundheitliche Zustand der Mutter während der Schwangerschaft und der Stillphase. Denn je nachdem wie gut diese ausgeprägt war, kann sich auch das Immunsystem des Kindes stark unterscheiden. Das stellt allerdings auch die grundsätzliche These infrage, die ein allzu strenges und vorab geregeltes Impfschema als unbedingt notwendig betitelt. Aber was ist die bessere Option, um die Gesundheit unseres Nachwuchses bestens zu schützen?

Laut Experten wie der Ärztin Dr. Natasha Campbell-McBride, ist es enorm wichtig, den Gesundheitsstand der Kinder zu berücksichtigen. Daher sollten vor jeder Impfung auch die körpereigenen Abwehrkräfte genau unter die Lupe genommen werden. Liegen zum Beispiel auch Jahre nach der ersten Grundimmunisierung noch ausreichend körpereigene Antiviren vor, ist es nicht immer ratsam, eine direkte Nachimpfung in Erwähnung zu ziehen. Ähnlich sieht es jedoch auch bei nicht zwingend notwendigen Impfungen aus. Ist das Immunsystem der Mutter nämlich beispielsweise bereits ausgeprägt genug, kann sich das in positiver Weise auf den Spross übertragen. Das gilt es, mit der medizinischen Nachsorge zu unterstützen.

Ist wirklich jede Impfung sinnvoll?

Natürlich unterscheiden sich die empfohlenen Standards von Land zu Land ebenso, wie auch die gesundheitlichen Hintergründe in jeder Nation anders ausfallen können. Allerdings konnte bisher in vielen Ländern eine erhöhte Sterblichkeitsquote von Säuglingen verzeichnet werden. Beispielsweise dann, wenn in den ersten zwölf Lebensmonaten eine Überimpfung nachgewiesen werden konnte. Der Grund sind die großen Mengen an verabreichten Impfstoffen in den ersten Lebensmonaten. Diese erfüllen nämlich nicht nur den Zweck eines Krankheitsschutzes, sondern können aufgrund der hohen Dosen leider auch zu verschiedenen Impfreaktionen führen. Hinzu kommt, dass nicht jeder Impfstoff einen späteren Krankheitsausbruch tatsächlich vermeiden kann.

Entsprechendes wurde zum Beispiel mehrmals bei Schutzimpfen gegen Windpocken, Keuchhusten und Mumps verzeichnet. Die Ausbruchquote trotz erfolgter Impfung ist nach wie vor sehr hoch. Lohnt es sich also wirklich eine Impfung vorzunehmen, wenn die Gefahr eines Krankheitsausbruchs nur eingeschränkt wird? Laut zahlreicher Experten ist es manchmal sinnvoller, einen späteren Ausbruch zu riskieren. Denn mit den heutigen Möglichkeiten der modernen Schulmedizin lassen sich die Symptome sehr gezielt behandeln – und die körpereigene Immunisierung auf „natürlichem Wege“ ist manchmal nach wie vor die beste.

10 Dezember 2012

Probleme der Medizin

Medizin hat Grenzen; sie kann da nicht heilen, wo krank machende Beziehungen herrschen oder ein ungünstiges Umfeld Stress oder seelische Nöte hervorruft, was wiederum ein sehr guter Nährboden für das Aufkeimen aller möglichen Krankheiten sein kann.

Sie ist da machtlos, wo Menschen einer vergifteten Umwelt ausgesetzt sind. Es muss nicht erst ein Atomkraftwerk oder eine Chemiefabrik explodieren, dass gesundheitliche Schäden auftreten; es gibt genügend Verursacher in unserem Alltag, die wir kaum bemerken und die dennoch unsere Gesundheit beeinträchtigen können.

Medizin ist auf ein relativ kleines Wirkungsfeld begrenzt und von daher nicht in der Lage, alle auslösenden Faktoren zu behandeln, also ganzheitlich zum Wohle des Patienten tätig zu werden. Dabei sind es eher ganz komplexe und ineinander greifende Prozesse, die zu langwierigen Krankheiten führen können.

Ein wesentlicher Krankheitsfaktor ist einseitige Ernährung. Künstliche Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel können Ernährungsmängel nicht aufheben. Eine Studie stellte schon 1971 fest, dass bei ganzheitlicher Ernährung weniger Fälle von Atemwegsinfektionen, Arthritis, Geburtsfehlern, Osteoporose, Allergien, Herz-, Gefäß- und anderen Krankheiten auftraten. Zahlreiche Medikamente mit ihren oft erheblichen Nebenwirkungen wären überflüssig.

Nebenwirkungen von Medikamenten gehören zum Problemfeld der Medizin schlechthin. Als Folge von Medikamenteneinnahme können Unpässlichkeiten und neue Krankheiten auftreten wie Altersschwindel, Mundtrockenheit oder Schlaflosigkeit. In manchen Fällen haben Schmerzmittel Magenblutungen und Magengeschwüre verursacht; Diabetes-, Herz-Kreislauf- oder Rheumamittel können ebenso diverse Schäden hervorrufen. Manche Medikamente können mit ihren Nebenwirkungen eine Spirale in Gang setzten, die am Ende zum Tod des Patienten führt. So können zum Beispiel diverse Abnehmpillen Schlafstörungen und Depressionen bewirken, die dann zu Auslösern für suizidale Tendenzen werden.

Dabei sollte es Ziel einer jeden Therapie sein, Nebenwirkungen möglichst gering zu halten und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem sollte jeder Patient ausführlich aufgeklärt werden. Bei der Einnahme von Antibiotika haben sich zum Beispiel natürliche Mittel bewährt, die die Darmflora rasch wieder aufbauen.
Ungehemmtes Verschreiben und Einnehmen von Antibiotika führt zu weiteren Problemen. Obwohl es Testmethoden gibt, die Krankheitserreger genau identifizieren können und somit den Einsatz entsprechender Antibiotika möglich machen, wird oft, weil einfacher und kostengünstiger, ein Breitbandantibiotikum verordnet, das rabiat gegen alle, auch körpereigene Bakterien vorgeht und das gefürchtete Resistentwerden gegen Antibiotika begünstigt. Da das natürliche Immunsystem so nicht zum „Arbeiten“ aufgefordert wird, kann es auf die Dauer seine Fähigkeit verlieren, bei Gefahr für den Körper einzugreifen. Der Verlust dieser natürlichen Fähigkeit kann sogar die Entstehung von Krebszellen begünstigten.

Wenn finanzielle Vorteile und nicht die Gesundheit des Menschen im Vordergrund stehen,
müssen medizinische Maßnahmen von Arzt und Patient kritisch hinterfragt und mit Vorsicht angewendet werden.

01 März 2012

Vitamine bei Herzproblemen

„Miese Wissenschaft“ bringt Herzpatienten um lebensrettende Therapie mit Vitaminen.


Schlaganfälle und Herzinfarkte sind zwei der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Eine Behandlung mit Vitaminen könnte im Kampf gegen diese Todesverursacher Abhilfe schaffen, wird jedoch von den meisten Wissenschaftlern und Ärzten abgelehnt. David Spence und Meir Stampfer wollen die Akzeptanz von Vitamintherapien jetzt erhöhen und verweisen auf den Nutzen von Vitaminen. Zudem kritisieren sie die bisherigen Studien zur Thematik.

Vitamintherapien haben einen sehr schlechten Ruf

Schlaganfälle und Herzinfarkte sind weit verbreitete Todesursachen, doch im Kampf gegen diese hat man bisher nicht auf Vitamintherapien zurückgegriffen. Man hat dies mit Studien begründet, die besagen, dass Vitamin B die Gefahr, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen würde. Der kanadische Wissenschaftler David Spence und sein amerikanischer Kollege Meir Stampfer haben nun an diesen Studien scharfe Kritik geübt.

Kritik an den bisherigen Studien

Spence und Stampfer kritisierten, dass man beim Gesamturteil alle Probanden über einen Kamm geschoren hat. Hätte man dort genauer hingesehen, hätte man feststellen können, dass eine Therapie mit Vitamin B nur den Probanden geschadet hat, die bereits an einer Niereninsuffizienz leiden. Die Probanden, die nicht gesundheitlich vorbelastet sind, konnten von der Therapie mit Vitamin B enorm profitieren. Ein weiterer Fehler dieser Studien war es, nur eine unzureichende Dosierung von Vitamin B12 ausgewählt zu haben.

Der Nutzen von Vitamintherapien

Eine Vitamintherapie kann bei der Vermeidung von Herzinfarkten und Schlaganfällen eine sehr wichtige Rolle spielen. Dies gilt im Besonderen für Vitamin B12. Dieses kann nämlich dafür sorgen, dass der Homocystein-Anteil im Körper zurückgeht und damit sinkt zugleich das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Mehr dazu auch in meinem Beitrag: Ursachen der Arteriosklerose

23 Februar 2012

"Autismus-Betrug" - Klage gegen Fachzeitschrift wegen Verleumdung

Der „MMR-Doktor“ verklagt Fachzeitschrift wegen Verleumdung bezüglich Anschuldigungen von Autismus-Betrug


Andrew Wakefield, der einen Zusammenhang zwischen der MMR(Masern-Mumps-Röteln)-Impfung und dem Auftreten von Autismus vermutete, hat den Journalisten Brian Deer und das British Medical Journal(BMJ) verklagt. Über Dr. Wakefields Zahlen hatte ich bereits im Beitrag Autismus durch Impfung berichtet. Wakefield fühlt sich durch einen Artikel von Deer im BMJ diffamiert, in dem der Journalist darüber berichtet, dass Wakefield für seine Studie Daten und Diagnosen bewusst verfälscht habe.

Die Vorwürfe gegen Wakefield

Im Jahr 1998 erschien in "The Lancet" ein Artikel von Wakefield, in dem er die Vermutung aufstellte, dass zwischen der MMR-Impfung und dem Auftreten von Autismus ein Zusammenhang bestünde. 2010 musste Wakefield die britische Ärztekammer verlassen, als man ihm vorwarf, bei der Beschaffung des Datenmaterials für die Studie unmoralisch und unrechtmäßig gehandelt zu haben. Im Januar 2011 legte der Journalist Brian Deer im BMJ nach und warf in einem Artikel Wakefield vor, Daten und Diagnosen verfälscht zu haben, damit die Studie das von Wakefield erwünschte Resultat hervorbringe.

Die Klage gegen Deer und das BMJ

Wakefield, der mittlerweile in Austin, Texas lebt, wehrt sich nun gerichtlich gegen die in seinen Augen diffamierenden Aussagen Deers. Die Adressaten von Wakefields gerichtlicher Verfügung sind zum einen Deer und zum anderen Fiona Godlee, die die Herausgeberin des BMJ ist, in dem Deers Artikel erschienen ist. Wakefield beharrt darauf, sich bei der Zusammenstellung des Datenmaterials für seine Studie korrekt verhalten zu haben und empfindet die gegen ihn gerichteten Vorwürfe als eine falsche Darstellung der Ereignisse.
 
Interessantes zu Dr. Wakefield auch unter: "We support Dr. Wakefield"

Weiteres zum Thema Impfungen: http://naturheilkunde-alternativmedizin.blogspot.de/2013/04/impfen-oder-uberimpfen-das-sollten.html